Decoder @ Berghain 2015

Decoder @ Warschauer Herbst

Michael Maierhof – EXIT G
Kammeroper

Im Zentrum der Kammeroper »EXIT G« steht das Gebrochene in der Stimme – das handelnde, singende Subjekt, dessen Töne mit einfachen analogen Objekten aufgespalten werden und so eine emotionale, klangliche Erfahrung zeitgenössischer Subjekt-Spaltungen ermöglicht. Mit Hilfe von eigens entwickelten, mechanischen Vocodern (teilweise mit Motoren) wird in den Gesang der Opernfiguren eingegriffen. Auch der Klang des Instrumentalensembles ist durch Präparationen und Applikationen stark verändert. Die Musiker sind im Raum um die Zuschauer herum platziert.

Er: Daniel Gloger a.G.
Sie: Frauke Aulbert
Klavier: Ninon Gloger a.G.
Gitarre: Leopold Hurt
Klarinette / Bass Klarinette: Carola Schaal
Schlagzeug: Jonathan Shapiro
Elektronik: Daniel Dominguez a.G.

Premiere
SO, 5.04.2015 20:00 Uhr
weitere Vorstellungen
6.04., 15.05., 16.05., 17.05., jeweils 20 Uhr

ORT: Opera stabile, Kleine Theaterstraße, 20354 Hamburg
PREISE: 15,- bis 20,- € (ExitG)

weitere Infos bei der
Hamburgischen Staatsoper

Decoder @ HfMT Hamburg
Forum_14.01.2015

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Studienganges ‚Multimediale Komposition‘ der Hochschule für Musik und Theater Hamburg spielt Decoder Werke ehemaliger StudentenInnen.

Programm

Alexander Schuber – Hello
E-Zither, Klarinette, Klavier, Schlagzeug + Elektronik + Video

Ivana Ognjanovic – Wreck of Silence
Stimme, Violoncello, Klavier

Daniel Dominguez – untitled_19 UA
Stimme solo + Elektronik + Video

Xiao Fu – Felsen in der Brandung UA
Ensemble + Elektronik

Sergio Vasquez – 4 estados de delirio por un momento der razón UA
Bassklarinette solo + Elektronik

Constantin Basica – Tell Me What To Do
Klarinette solo und Dirigent + Live-Video & Live-Elektronik

Decoder
Ensemble für aktuelle Musik Hamburg

Frauke Aulbert – Stimme
Jiapeng Nie – Violoncello
Carola Schaal – Klarinetten
Leopold Hurt – E-Zither
Jonathan Shapiro – Schlagzeug
Andrej Koroliov – Klavier
Alexander Schubert & Lohrey Steffen – Klangregie

Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Harvestehuder Weg 12
20.00 Uhr
Eintritt frei

Symposium&Konzert
Die gelehrigen Körper – Musik decodiert Disziplin

Symposium

Was macht einen Körper aus? Unausgesetzt geht er aus Techniken der Disziplinierung, der Abrichtung und Normierung hervor. Tief tragen sich Figuren der Macht in ihn ein und machen ihn zu einem kalkulierten und kontrollierbaren Gefüge geregelter Affektionen und abrufbaren Verhaltens. Die Entzifferung dieses Gefüges überfordert tradierte Begriffe und Zeichenordnungen in vieler Hinsicht. So sehr dieses Gefüge im Sichtbaren und Sagbaren zutage tritt, so wenig erschöpft es sich darin, sichtbar und sagbar zu sein. Klang, Geräusch und Rhythmus jedoch öffnen auf ihre Weise, was sich derart zurückzieht und verschließt. Sollte die Musik also wie eine „Sprache“ sein, dann weil sie die Affekte nicht weniger berührt und in Resonanz versetzt als die Regimes ihrer Anordnung. Wie schmerzhaft immer – der Ton zeichnet die Lehren nach, unter denen die Körper wurden, was sie sind. Er lässt die Lektionen, die ihn disziplinierten und kontrollieren, aus der Erinnerung auftauchen. Er inkorporiert und wiederholt sie. Nicht jedoch, um sie festzuschreiben und zu befestigen: ganz anders kann Musik ihre Dispositive und Wirkungen entziffern und freilegen, was ihnen virtuell vorangeht. Aus den gelehrigen Körpern taucht dann auf, was in Techniken der Disziplinierung und Kontrolle den Regelabständen der Macht ausgesetzt wurde. Etwas, woran eine „virtuelle Kampfstrategie“ (Foucault) anknüpfen kann, um diesen Ordnungen zu entgehen und Widerstand zu leisten (eine De-Codierung, die die Systeme der Codes heimsucht und möglicherweise zerrüttet). Insofern enthält Musik Elemente einer „Forschung“; in ihr artikuliert sich ein Wissen.

Programm
Symposium:
Die gelehrigen Körper – Musik decodiert Disziplin
HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, Raum 11

Das Symposium wendet sich den politischen und philosophischen Implikationen der aktuellen Musik zu. Hierbei rücken auch die ökonomischen Widersprüche in den Fokus, denen sich eine aktuelle Musikpraxis ausgesetzt sieht. Sie bestehen in einem zunehmenden Zwang, in einer vermeintlich freien Musik-Szene selbst zum „Unternehmer“ zu werden. Sie bestehen darin, höchsten Anforderungen an die musikalischen-technischen Fähigkeiten der Musikerinnen und Musiker genügen zu müssen, um Techniken der Disziplinierung entgehen zu können. Sie schlagen sich in den prekären Arbeitsbedingungen nieder, die im tagtäglichen Musikbetrieb teilweise an den Rand der Erschöpfung führen.

15 Uhr
Begrüßung und Einführung
Benjamin Sprick (Lehbeauftragter im Studienschwerpunkt Theorie & Geschichte an der HFBK)

15.30 Uhr
Schönes Hemd – Präsenz und Performance in der Neuen Musik
Michael Rebhahn (Musikpublizist, Radioautor und Kurator, Frankfurt/Main)

16.15 Uhr
Conduct Yourself – Die gefräßige Maschine
Florina Speth (Kognitionswissenschaftlerin, Berlin)

17 Uhr
Pause

17.45 Uhr
Rums / Krach / Flirren oder Säusel? Von Problemen des Anfangens
Gordon Kampe (Komponist, wissenschfatlicher Mitarbeiter an der Folkwang Universität der Künste, Essen)

18.30 Uhr
Virtuelle Kampfstrategien
Hans-Joachim Lenger (Professor für Philosophie an der HFBK Hamburg, Sprecher des Graduiertenkollegs „Ästhetiken des Virtuellen“)

Konzert:
Decoder Ensemble für aktuelle Musik
Die gelehrigen Körper – Musik decodiert Disziplin
HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2, Aula

Das Decoder Ensemble, gegründet 2011 in Hamburg, versteht sich als „Band“ für aktuelle Musik und zählt zu den unberechenbarsten Formationen einer jungen Neue-Musik-Szene. Überraschende Kollaborationen gehören ebenso zum Programm wie ein stark elektrifizierter Sound, der von experimenteller Instrumentalmusik über Vokalakrobatik bis hin zu musikalischer Konzeptkunst reicht.

Unter dem Titel „Die gelehrigen Körper“ präsentiert das Ensemble ein Programm, dessen Werke vornehmlich von Phänomenen außerhalb des Konzertsaals angeregt und auf unterschiedliche Weise „fremdbestimmt“ sind – sei es durch dubiose Geisterstimmen, philosophische Betrachtungen oder befremdliche Instrumentaltechniken. Ergebnis ist in jedem Fall ein Klangbild, das auch vor Radau und Lärm nicht Halt macht und als inszenierte Selbstaufgabe bisweilen im Techno-Rausch oder Dominastudio endet.

Gordon Kampe (*1976)
Nischenmusik mit Klopfgeistern (2013)
for voice, clarinet / bass clarinet, e-zither, keyboard, percussion and electronics

Alexander Schubert (*1979)
Lucky Dip (2013)
for keyboard, e-zither, MIDI drumset, electronics, light, fog and video

Leopold Hurt (*1979)
Aggregat (2005)
for cello, bass zither and electronics

Andrej Koroliov (*1982)
like my domination (die gelehrigen körper) (2013)
for voice, clarinet / bass clarinet, e-zither, piano / keyboard, percussion and electronics


Organisation: Prof. Dr. Hans-Joachim Lenger, Benjamin Sprick

Decoder @ Frappant Hamburg

Donnerstag, 28. August 2014 | 20:00 Uhr | Hamburg,
Frappant
(Zeiseweg 9, Viktoria-Kaserne)

into the wild

Decoder spielt Werke von John Zorn, James Tenney, Andrej Koroliov,
Alexander Schubert und Leopold Hurt.

frappant.org

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde Hamburg.

Decoder @ Reverb Festival London

Friday 22 August | Doors 6pm | Roundhouse London (GB), Main Space

„One Man Band“
performances by Peter Gregson, Maja Ratjke, Pekka Kuusisto,
Imogen Heap, Arve Henriksen, Tim Exile

Decoder Ensemble performs
Alexander Schubert (*1979) – Lucky Dip (2013)

Decoder mit einem Gastauftritt bei Londonder Festival für elektronische Musik Reverb, kuratiert von Imogen Heap.

www.roundhouse.org.uk

Decoder @ Darmstädter Ferienkurse

47. Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt
Freitag, 8. August 2014 | 19:30 | Centralstation Darmstadt (Saal)


Strobes

Gordon Kampe: Nischenmusik mit Klopfgeistern (2013)
Leopold Hurt: Five minutes or less (Decoder Cut, 2014)
Steven Daverson: Pegasus (2014) (WP, Staubach Honoraria 2014)
Alexander Schubert: lucky dip (2013)
Andrej Koroliov: like my domination (die gelehrigen körper) (2013)

Decoder Ensemble

The Decoder Ensemble, founded in Hamburg in 2011, sees itself as a „band“ for contemporary music and is one of the most unpredictable formations in the young New Music scene. Surprising collaborations are as much a part of the program as a heavily electrified sound that ranges from experimental instrumental music via vocal acrobatics to musical concept art.

In addition to a premiere by Steven Daverson (commissioned for the Staubach Honoraria), the ensemble will present works that are stimulated primarily by phenomena outside the concert hall and controlled by them – be they voices of ghosts, animating electroshocks or excessive algorithms. The result, at any rate, is a sonic landscape that does not shy away from chaos and noise, while its enacted submission sometimes ends in techno intoxication or a dominatrix’s studio.

Decoder & SPUR @ Blurred Edges

Festival blurred edges (Hamburg)
Konzert am Do, 08.05.2014, Einlass 19:30 Uhr
-Eintritt frei-
Frappant (Viktoriakaserne)

„Black Series“
Decoder Ensemble
Support: SPUR (Lübeck)

PROGRAMM

Peter Ablinger (*1959) – black series (2010-2012)
10 pieces for rockband

Alex Mincek (*1975) – Nucleus (2007/2014)
Version für Bassklarinette und Drumset

Bernhard Lang (*1957) – DW15 „Songs/Preludes“ (2003)
für E-Zither, Stimme und Zuspielung

Das Decoder Ensemble ist Hamburgs jüngste und unberechenbarste Formation für aktuelle Musik. Überraschende Kollaborationen gehören ebenso zum Programm wie ein weites musikalisches Spektrum, das von experimenteller Instrumentalmusik über Elektronik bis hin zu musikalischer Konzeptkunst reicht. Als „Band“ für aktuelle Musik präsentiert Decoder ein Setup, das auch vor Radau und Noise nicht Halt macht.

Decoder Ensemble
Frauke Aulbert (Sopran, Stimmperformerin)
Leopold Hurt (E-Zither)
Carola Schaal (Klarinette, Bassklarinette)
Jonathan Shapiro (Schlagzeug)

SPUR live (Schlagzeug,Elektronik)
Als Support für dieses Konzert hat Decoder den Lübecker Soundkünstler „SPUR“ eingeladen, der seine musikalische Energie aus so entgegengesetzten Einflüssen wie zeitgenössischer Musik, Jazz, Indie Rock, Hip-Hop, Flamenco und elektronischer Clubmusik bezieht. Seine Mixe pendeln dabei zwischen minimal-elektronischer Verspieltheit und massiven Soundwalls.